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Vollautomatisierte Dammbalken-Waschanlage

Einsatz einer vollautomatisierten Dammbalkenwaschanlage nach dem Hochwasser in der Wachau.

Von links: Landeshauptmann Erwin Pröll, Karl Denk konstruierte die Anlage mit Thomas Grabner und Michael Macsek, Bürgermeister von Spitz Andreas Nunzer

Nach dem Hochwasser im Jahr 2002 legte sich die Gemeinde Spitz an der Donau einen mobilen Hochwasserschutz zu, der aus über 6700 Aluminiumprofilen, genannt Dammbalken, besteht. Voriges Jahr wurde dieser fertiggestellt und es kam die Frage auf, wie man die über 6700 vorhandenen Dammbalken am schnellsten waschen konnte.

Zeitgerecht suchten drei Schüler der HTL- St.Pölten Abteilung „Maschinenbau eine Diplomarbeit für den 5. Jahrgang. Einer davon, nämlich Denk Karl, war in Spitz bei der freiwilligen Feuerwehr tätig und konstruierte mit Hilfe seiner beiden Schulkollegen, Grabner Thomas und Macsek Michael eine vollautomatisch arbeitende Anlage, die die Dammbalken wäscht.

Die übrig gebliebene Arbeit liegt nur noch im Auflegen und Abnehmen der Balken von zwei Förderbändern. Die Förderbänder transportieren das zu waschende Element zu einer Waschstation. Hier werden, mit Hilfe eines Zylinders, zwei Lanzen durch die Dammbalken geführt. Durch diese Lanzen fließt Wasser mit Hochdruck. So werden die Balken innen gereinigt. Außerhalb sind ebenfalls Lanzen montiert, auf denen Flachstrahldüsen angebracht sind, die die Balken außen mit Hochdruck reinigen. Nun bringen die Förderbänder den Dammbalken zur Trocknungsstation. Hier befinden sich zwei Luftlanzen, die ebenfalls von dem Zylinder bewegt werden und die Balken innen trocknen. Anschließend können die fertig gewaschenen Dammbalken abgenommen werden.

Durch diese Anlage ergibt sich eine enorme Zeitersparnis von einigen Wochen, da sie bis zu 60 Balken pro Stunde wäscht. Es wurde auch ein Patent angemeldet, damit die von den drei HTL-Schülern konstruierte Maschine geschützt ist.